Bild der Betreuerinnen der Krabbelgruppe

Krabbel- und Spielgruppe

Zwölf Mütter – einige auch Großmütter – sitzen im Kreis, ihre einbis dreijährigen Kinder oder Enkel auf dem Schoß. Singend und klatschend wird reihum jedes Kind mit seinem Namen begrüßt, es folgen noch weitere Lieder. Dann löst sich der Kreis auf, und die Kisten mit Spielzeug werden in die Mitte gestellt, vielerlei Fahrzeuge, Reittiere und Puppenwagen, aus ihrer „Garage“ geholt, und los geht es mit fröhlichem Spielen. Einige Mütter bleiben an der Seite sitzen und unterhalten sich, andere begleiten ihre Kinder beim Spielen. Ganz selten ist auch
mal ein Vater dabei. Irgendwann werden die Stühle an eine lange Tafel gestellt, und alle frühstücken zusammen. Essen bringt jeder selbst
mit, Getränke hat Brigitta Johannsen schon vorbereitet – Kaffee, Tees. Überhaupt hält sie sich im Hintergrund, hat aber stets alles im Blick.
Vor neun Jahren hat Brigitta Johannsen die Spielgruppe gegründet, die sich montags und donnerstags von 9 bis 11 Uhr im Gemeindehaus der Auferstehungskirche trifft. Seit einem halben Jahr leitet Jessica Stöterau die Montagsgruppe, und beide werden von Anne Pipirs
unterstützt. Insgesamt kommen z.Zt. 13 Familien mehr oder weniger regelmäßig; über soziale Netzwerke wird Kontakt gehalten. Immer
wieder gibt es Höhepunkte für die Kleinen: Fasching mit Verkleiden, Osterfrühstück, ein Abschiedsfest für Kinder, die in den Kindergarten
kommen, im Sommer Ausflüge zum Bauernhof und zum Eisessen, Laternelaufen im Herbst und schließlich Besuch vom Weihnachtsmann – das ist der Jahreslauf. Nach dem gemeinsamen Frühstück können die Kleinen noch etwas spielen, dann geht es auch schon ans Aufräumen. Die älteren Kinder helfen eifrig mit. Nun merkt man dem Gemeindesaal gar nichts mehr von seinem Kindergartendasein an. Alle stellen sich in einem großen Kreis auf und singen mit viel körperlichem Einsatz das Abschiedslied. Im Flur, an den niedrigen Kleiderhaken mit Bildsymbolen, findet jedes Kind seine Jacke und Schuhe wieder, und schon ist der schöne Vormittag zu Ende.

Dagmar Benkartek