Neue Mitte

Neue Mitte

„Neue Mitte“, so heißt unser großes Bauprojekt in der St.-Jürgen-Kirche und im Alten Pastorat in der Mitte unserer Stadt.

Das historische Ensemble soll vor allem an Zukunftsfähigkeit gewinnen: Zuerst geht es um Barrierefreiheit und energetische Sanierung.

Des Weiteren wird die Neue Mitte nicht nur eine Kirche sein, die sowohl Gemeindehaus und Konzertraum ist, sondern im Alten Pastorat auch Beratungsräume für die Diakonie und Räume für Gruppen bietet.

All das bringen wir zurzeit auf den Weg. Begleitet wird die Baumaßnahme durch das Architekturbüro Stoy-Architekten aus Neumünster, welche die Entwurfsplanung übernommen haben, sowie das Architekturbüro Albrecht-Architekturbüro aus Heide, welche mit der Ausführungsplanung beauftragt sind.

St. Jürgen Kirche von oben mit Blick auf Heide
Altes Pastorat als Teil der Neuen Mitte
Bild der St. Jürgen Kirche Heide

Dazu wird das Alte Pastorat von Grund auf saniert. Ein Fahrstuhl sorgt für Barrierefreiheit. Außerdem bietet das Diakonische Werk dort mehrere Beratungsmöglichkeiten an und das Heider Kirchenbüro wird seinen Sitz dort haben. Der Weltladen bietet seine Waren im Pavillon an.

Die St.-Jürgen-Kirche wird sowohl Konzertsaal als auch Gemeindehaus und Kirche. So erfolgt eine Angleichung der zurzeit unterschiedlichen Ebenen zwischen Haupt-und Südschiff. Dabei ist das Südschiff durch eine mobile Glaswand abtrennbar. Weiterhin gibt es zukünftig eine Küche und ausreichend sanitäre Anlagen.

Die Neue Mitte ist ein sehr großes Projekt. Die Europäische Union übernimmt einen Teil der Förderung, nämlich 53% der Kosten des Umbaus, die auf ca. 4,09 Millionen Euro geschätzt werden.

Über Spenden hingegen wird die neue Orgel finanziert. Infos zum Orgelneubau finden Sie hier.

Während der Bauarbeiten feiern wir regelmäßig Gottesdienste an anderen Orten: „St. Jürgen unterwegs“.

Baustellengeschichten (Mai und Juni 2021)

"Update aus der Baustelle"

Juni 2022

Heide (us) Großer Auftrieb gestern Morgen an der St.-Jürgen-Kirche. Nicht wenige Passanten bleiben zu früher Stunde am Südermarkt stehen, als ein Kran massive Bohlen durch eine Fensteröffnung in das Dachgeschoss hievt. Jetzt ist es Millimeterarbeit der Zimmerleute, die fast 900 Kilo schweren Hölzer so zu dirigieren, dass sie auch haargenau in die Deckenlage passen.

Schon längere Zeit stand ein Gerüst an der Wand zum Südschiff. Dann wurden Ziegel vom Dach genommen, um eine passende Öffnung in das Innere zu schaffen. „Acht Dachbalken sind schon eingebracht worden, heute werden die letzten vier ausgetauscht, und dazu wird das Stahlgestänge benötigt, erklärt Jörg Albrecht. Dieses diene unter anderem als Ablagefläche.

„Es handelt sich um bis zu zwölf Meter lange Balken, die man wegen Platzmangel nicht durch die Kirchentür am Haupteingang in das Innere bringen kann. Deshalb müssen die Hölzer von außen durch eine Öffnung passend an Ort und Stelle bugsiert werden“, betont der Architekt, der mit seiner Frau die Sanierungsmaßnahme plant.

Die Bearbeitung der alten Deckenbalken habe aufschlussreiche Ergebnisse gebracht, berichtet Anne Albrecht. „Wir haben an den historischen Balken durchaus gut erhaltene Malereien in verschiedenen Fassungen gefunden. Sie sagen manches über die Geschichte von St. Jürgen aus.“ Wie die Bildnisse im einzelnen wiederherzustellen sind und in welche Farbgebung sie künftig erscheinen, soll in den nächsten Wochen mit einem Restaurator abgestimmt werden.

Viel ist auch ebenerdig, also im Hauptschiff, passiert. Nach Abnahme der Kassettendecke ist der Innenraum um rund 40 Zentimeter höher als vorher.  Der ehemalige Fußboden wurde ebenfalls zurückgebaut. Dort wird später ein neuer, isolierter Untergrund mit Fußbodenheizung eingebracht.

Das Südschiff der vor 462 Jahren aus massivem Feldstein erbauten Kirche soll in Zukunft mit einer mobilen Glaswand vom Hauptschiff abgetrennt werden. So kann der Bereich sowohl für kirchliche als auch für andere Veranstaltungen genutzt werden. Für Lagerräume soll das Südschiff unterkellert werden und außerdem eine Küche sowie sanitäre Anlagen enthalten.

Noch mindestens ein Jahr werden die Heider auf ihre zentrale und zugleich älteste Kirche verzichten müssen. „Es braucht seine Zeit“, betont Pastor Dennis Pistol von der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde Heide auf Nachfrage unserer Zeitung. „Verschiedene Maßnahmen müssen mit der Landeskirche und dem Landesamt für Denkmalpflege koordiniert werden. Wann die Bauarbeiten enden, lässt sich deshalb schwer sagen. Der voraussichtliche Termin könnte 2023 sein.“

Bis dahin werden die Bürger weiterhin mit Informationen zum aktuellen Stand der Arbeiten versorgt. „Wir veröffentlichen regelmäßig Fotos und Berichte vom Stand der Arbeiten sowohl auf unserer Homepage als auch in den sozialen Medien und im Kirchenblatt“, sagt Pastorin Luise Jarck-Albers, die für die Öffentlichkeitsarbeit der Gemeinde zuständig ist.

Parallel zum mit EU-Fördermitteln finanzierten Umbau des Gotteshauses erfährt auch das gegenüberliegende Alte Pastorat eine Auffrischung. Nach Fertigstellung beherbergt das Gebäude unter anderem das Kirchenbüro. Weitere Räumlichkeiten sind der Kirchenmusik sowie verschiedenen Gruppen vorbehalten. Außerdem zieht das Diakonische Werk wieder mit ein. Die Einrichtung des Kirchenkreises, derzeit noch am Markt 26a untergebracht, will dort Beratungsangebote für Familien, junge Heranwachsende und Menschen mit Migrationshintergrund einrichten.

Das Architektenehepaar Jörg und Anne Albrecht aus Heide plant die Sanierung der 462 Jahre alten St.-Jürgen-Kirche.

Im Hauptschiff ist der bereits vor Jahren erneuerte Altar aus Sicherheitsgründen verhüllt worden.

 

 

 

 

 

Fotos/Text: U. Seehausen

Millimeterarbeit: Zimmerer der Firma Hennschen aus Vaale dirigieren einen der mächtigen Bohlen durch die Dachöffnung der St.-Jürgen-Kirche.

Januar 2022

Am 12. Januar 2022 haben die sichtbaren Arbeiten am Dach des Alten Pastorats begonnen.

Baustellengeschichten (Mai und Juni 2021)

Auch in der St. Jürgen-Kirche passiert nun von unten bis oben allerhand. Die Rückbauarbeiten sind erfolgt. Es geht an den Einbau der Fußbodenheizung und der Bohrpfähle. Innengerüste stehen und ermöglichen die fachgerechte Dokumentation der noch vorhandenen Malereien an den Deckenbalken sowie den Einbau neuer Deckenbalken. Die Ursachen für Feuchtigkeit im Dachraum sollen behoben werden.

Sie sind herzlich eingeladen, sich anhand aktueller Fotos und Erläuterungen durch unsere Architekten Anne und Jörg Albrecht einen Eindruck zu verschaffen: am 30. März 2022 um 17 Uhr im Saal des Gemeindehauses Markt 26a. Wir bitten um Anmeldung im Kirchenbüro.

Heide – Das Projekt „Neue Mitte Dithmarschen“ mit der Kirchengemeinde Heide als Bauherrn macht Fortschritte. Seit Jahresbeginn tut sich nicht nur in der St. Jürgen-Kirche einiges. Auch im Alten Pastorat sind fleißige Handwerker zu Gange.

Lange war es still um das historische Gebäude mit der Adresse Markt 28, bis Arbeiter des Heider Unternehmens IGS&E anrückten und die Vorderansicht einrüsteten. Ebenfalls zügig sind die Dachziegel entfernt worden, um die neue Eindeckung des Hauses vorzubereiten.

Die Sanierung des Alten Pastorats soll noch in diesem Jahr zum Abschluss kommen. „Ziel ist die Fertigstellung bis Dezember 2022“, betont Architekt Jörg Albrecht, der mit Ehefrau Anne für die Planung und Gestaltung verantwortlich zeichnet. An Erfahrung in der Restaurierung kirchliche Einrichtungen mangelt es ihnen nicht. So haben sie bereits die Christuskirche in Friedrichskoog, die Büsumer St. Clemens-Kirche und die Pauluskirche in Brunsbüttel modernisiert.

Das Alte Pastorat, erbaut 1739, soll, soweit möglich, in seinem historischen Zustand erhalten bleiben. „Das ist unser Anspruch“, sagt Jörg Albrecht. „Denn die Bausubstanz im Bestand ist mit seiner Grundstruktur aus Backstein sehr stabil.“

Nachdem beide Flügel der Immobilie 2021 entkernt wurden, liegt der Schwerpunkt nun auf das Mauerwerk, die Böden, die Fenster und das Dach. Damit einher geht die energetische Ertüchtigung des Gebäudes. Ein weiteres Augenmerk sei, so Albrecht, das Haus barrierefrei zu gestalten. Das Konzept sieht einen Fahrstuhl vor, der das Erdgeschoss mit der ersten Etage verbinden soll.

Nach der Sanierung ist das Alte Pastorat Sitz des Kirchenbüros, das seit Oktober 2018 seine Anlaufstelle im nahe gelegenen Gemeindehaus St. Jürgen hat. Weitere Räumlichkeiten sind dem Gemeindemanager und der Kirchenmusik vorbehalten. Auch verschiedene Gruppen, wie zum Beispiel Konfirmanden oder Chöre, werden die neuen Räumlichkeiten belegen. Der auf dem Grundstück angesiedelte Weltladen erfährt ebenfalls eine Sanierung.

Das denkmalgeschützte Haus wird nicht nur die Kirchengemeinde Heide nutzen. Als Mieter zieht das Diakonische Werk wieder mit ein. Die Einrichtung des Kirchenkreises Dithmarschen, derzeit noch am Markt 26a untergebracht, will dort Beratungsangebote für Familien, junge Heranwachsende und Menschen mit Migrationshintergrund einrichten.

Text: Ulrich Seehausen

Hier gibt es etwas zu hören: ein Bericht des Offenen Kanals Westküste zur Baustelle „Neue Mitte Dithmarschen“.

Neue Mitte Baustelle St. Jürgen

Baustelle der Neuen Mitte

Während der Bauarbeiten, die voraussichtlich bis Ende 2022 dauern werden, bleibt die Kirche geschlossen.

Orgelabbau

Die Orgel der St.-Jürgen-Kirche wurde 2019/2020 abgebaut. Sie steht nun in Nizza.

Kerzen beim letzten Gottesdienst

Letzter Gottesdienst

Am 26.12.2019 fand der vorerst letzte Gottesdienst in der St.-Jürgen-Kirche statt.

Förderung der Neuen Mitte

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