Sommernachtskonzert

30. Juli 2024, 20 Uhr, St.-Jürgen-Kirche – Heide
Eintritt: 12 € – Abendkasse

Romantik, Klang und Bilderrausch

 

Albert Lortzing                         aus: Wildschütz
(1801-1851)                               Jagdlied      

 

 

Anton Bruckner                        aus der 4. Sinfonie

(1824-1896)                               Scherzo

 

 

Manfred Schlenker                   Ausschnitte aus: Lebensstufen
(1926-2023)                               des Malers Caspar David Friedrich                                            

                                                        (1774-1840) elf Klangbilder für das
Blechbläserquintett emBRASSment

 

 

Johannes Brahms                      Motette aus op. 29: Psalm 51, 12-14

(1833-1897)                               – Schaffe in mir, Gott, ein rein Herz

                                                 – Verwirf mich nicht vor

                                                    deinem Angesicht

                                                 – Tröste mich wieder mit deiner Hilfe

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Nikolai Rimski-Korsakow         Scheherazade

(1844-1908)                               Das Meer und Sindbads Schiff

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Richard Wagner                        aus: Tannhäuser

(1813-1883)                               Lied an den Abendstern

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Gustav Holst                             aus: The Planets
(1874-1934)                               Mars

                                                     Jupiter

                                                     Saturn – Uranus – Mars – Jupiter

 

Als sich im Jahre 2000 fünf ambitionierte Leipziger Musikstudenten zu einem noch namenlosen Blechbläserquintett zusammenschlossen, ahnte wohl keiner von ihnen, dass dieses Ensemble mit heute rund 50 Konzerten pro Jahr einmal einen wesentlichen Teil ihres Berufs- und Privatlebens ausmachen sollte! Ursprünglich waren es die Freude am interaktiven kammermusikalischen Musizieren, die Selbstbestimmtheit (Unabhängigkeit) in Programmwahl und Interpretation sowie auch die solistische Herausforderung jedes Einzelnen, die den Musikern eine erfrischende Abwechslung zum Orchesterspiel bot. Nach ersten erfolgreichen Sommertourneen konnte das Ensemble unter dem Namen „emBRASSment“ bald bundesweit ein stetig anwachsendes, begeistertes Publikum musikalisch „umarmen“ und ist heute aus den jährlichen Veranstaltungsreihen vieler Kirchen, Rathäuser und Musikfeste nicht mehr wegzudenken. Daneben beeindruckt der satte Blechbläserklang auch immer wieder bei festlichen Anlässen wie Kongressen, Hochzeiten und Stadtfesten – auch Open Air! Die fünf Musiker, die stets viel Wert auf einen engen persönlichen Kontakt zu ihren Veranstaltern und Konzertgästen legen, können heute auf eine ganze Reihe beeindruckender Spielstätten, bewegender Publikumsreaktionen und inspirierender Kooperationen zurückblicken. Höhepunkte waren dabei nicht zuletzt zwei ausgedehnte Tourneen durch Finnland und Schweden 2012, auf denen in Zusammenarbeit mit ansässigen Chören unvergessliche Konzerte realisiert wurden. Das breit gefächerte Repertoire von emBRASSment umfasst sowohl einschlägige Originalkompositionen für Blechbläserquintett von Jan Koetsier, Enrique Crespo, Frigyes Hidas u.a. als auch Arrangements von Werken aller Epochen. Dabei werden von Monteverdi bis Bernstein, vom Kirchenchoral bis zum ABBA-Hit auch stilistisch nahezu alle Genres abgedeckt. Diese jederzeit abrufbare Vielfalt erlaubt es emBRASSment, auf Programmwünsche von Veranstaltern ganz individuell einzugehen und bei jedem Anlass mit der passenden Musik zu verzaubern. Neben einem stets erfolgreichen und mitreißenden „Cross over“-Programm bietet das Ensemble auch thematisch konzipierte Konzertprogramme, etwa zu den Schwerpunkten „Alte Meister“, „Jazz und Pop“ oder auch „Raum und Klang“, in dessen Rahmen 2013 das Werk „Sternentöne“ des Dresdner Komponisten Wilfried Krätzschmar von emBRASSment uraufgeführt wurde. Eine charmante und unterhaltsame Moderation gehört ebenso zum Markenzeichen des Ensembles wie stilsichere Interpretationen und hohe technische Vervollkommnung auf musikalischem Gebiet. Von emBRASSment sind mittlerweile vier Tonträger erschienen, auf denen die Bandbreite des Repertoires und die musikalische Souveränität des Quintetts eindrucksvoll dokumentiert sind: Von der 2006 eingespielten Platte „Delikatessen“ über „Auszüge“ (2009)„Unerschöpflich“ (2011) und „Nordbetont“ (2013) bis hin zur jüngsten Veröffentlichung von der Jubiläums – CD emBRASSment 5.00 (2017) anlässlich des 500. Konzerts durchschreitet der Zuhörer einen ganzen musikalischen Kosmos im edlen Blechbläsergewand. Neben ihrer regen Konzerttätigkeit bieten die Musiker von emBRASSment auch Workshops für Blechbläser-ensembles, Blasorchester, Posaunenchöre etc. an, in denen sie sowohl im instrumentalen Einzelunterricht als auch in gezielter Ensemblearbeit ihre Erfahrungen weitergeben.Weitere Informationen gibt es auf der Homepage:  www.emBRASSment.de

 

Lukas Stolz, in Zwenkau bei Leipzig geboren erhielt seinen ersten Trompetenunterricht bei Herrn Christoph Ullrich an Musikschule „Ottmar  Gerster“ in Leipzig. Ab dem Jahr 1997 war er Jungstudent an der HMT Leipzig und studierte dort ab 2002 bei Prof. Peter-Michael Krämer und Tobias Willner. Ebenfalls in Leipzig absolvierte er ab 2010 sein Aufbaustudium. Schon zu Studienzeiten erhielt Lukas ein Engagement bei den Brandenburger Symphonikern, zuvor  konnte er schon erste Erfahrungen als Praktikant in der Dresdner Philharmonie und der Sächsischen Staatskapelle Dresden sammeln. Seit 2011 ist er Trompeter im Philharmonischen Orchester des Theaters Erfurt. Zusätzlich war er zeitweise am Theater Plauen/Zwickau als Solo-Trompeter engagiert. Auch in seiner Freizeit macht Lukas gerne Musik. So ist er Mitglied bei den „Original Elbländer Blasmusikanten“  und dem Ensemble „B-Besetzung“.

Christian Scholz, in Bautzen geboren bekam 1991 seinen ersten Trompetenunterricht im Jugendblasorchester und später an der Musikschule Bautzen. Er erhielt ein Stipendium zur Teilnahme im Blue Lake Sinfonieorchester in Michigan/USA. Im Jahr 2000 kam er in die Nachwuchsförderklasse der Musikhochschule Leipzig, an der er ab 2002 bei Prof. Peter-Michael Krämer studierte. Es folgten Studien bei Friedrich Schenker. Er spielte als Gast in verschiedenen Orchestern, wie dem Gewandhausorchester Leipzig, Opernhaus Chemnitz und Theater Magdeburg. Konzertreisen führten ihn u.a. nach Indien und China. Darüber hinaus ist er als Instrumentallehrer im Konservatorium Halle/Saale sowie in Musikvereinen tätig.

Jakob Knauer, geboren in Celle, erhielt seinen ersten Hornunterricht im Alter von 10 Jahren bei Johannes-Theodor Wiemes und Margje Imandt. Er wurde Jungstudent bei Prof. Markus Maskuniitty an der Hochschule für Musik und Theater Hannover und ging zum Studium nach Leipzig zu Prof. Thomas Hauschild an die Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn-Bartholdy“. Jakob Knauer spielt regelmäßig Aushilfe in deutschen Orchestern, so auch bei der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen, der Oper Leipzig, dem Staatsorchester Braunschweig, der Robert-Schumann-Philharmonie Chemnitz und den Magdeburger Philharmonikern. An der Musikschule Leipzig „Johann Sebastian Bach“ hat er einen Lehrauftrag für Horn.Jakob Knauer ist seit Januar 2019 festes Mitglied des Ensembles emBRASSment.

Lars Proxa, 1977 in Herzberg/Elster geboren,  bekam an der Musikschule Bad Liebenwerda von 1985 an Trompetenunterricht bei W. Wolf. Später wechselte er auf die Posaune. 1993 wurde er in die Nachwuchsförderklasse der Musikhochschule Leipzig aufgenommen, an der er ab 1996 bei Karl Jacob bzw. Jörg Richter studierte. Von 1999 bis 2001 gehörte er als Praktikant dem Philharm. Staatsorchester Halle/Saale an und ist seit 2002 Mitglied des Leipziger Symphonieorchesters. Schon seit Jahren unterrichtet er selbst an Musikschulen wie der „Johann Sebastian Bach“ in Leipzig, der Städt. Musikschule in Chemnitz und der „Klangkiste“ in Zeitz. Als Gründungsmitglied ist er der Manager des Ensembles.

Nikolai Kähler bekam von 1995 an Unterricht bei Matthias Wiedemann an der Leipziger Musikschule „J.S.Bach“. Mit dem Quartett „audio quattro“ entdeckte er die Kammermusik und erhielt einen 2.Preis beim Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“. Zuvor in der Nachwuchsförderklasse, studierte er von 2003 bis 2006 Tuba an der HfMT Leipzig. Darauf folgten bis Sommer 2008 drei Semester Gaststudium bei Michael Lind in Stockholm. Dort spielte er als Aushilfe bei den königlichen Philharmonikern. Sein Diplom legte er 2010 an der UdK Berlin bei David Cribb ab. Als Gastmusiker spielt Nikolai seit 2006 am Thüringer Landestheater in Rudolstadt, sowie in der Spielzeit 2011/2012 als Praktikant im Brandenburgischen Staatstheater Frankfurt/Oder. Seit 2013 ist Nikolai Akademist im Gewandhausorchester Leipzig.